Ludwig Mòr Nan Òran - der große Ludwig der Lieder Ein performatives Konzert über Beethoven, Marx und gälische Lieder

 

 

Ludwig Mòr Nan Òran - der große Ludwig der Lieder

Koproduktion mit der deutsch-gälischen Gesellschaft e.V.
in Kooperation mit der BBC Schottland, GB
und Theater Kontra-Punkt, D

Idee
Was haben Marx und Beethoven mit Schottland zu tun?
Im Jahr 1809 schickt der schottischer Musikverleger George Thomson einen Brief an den jungen Beethoven mit der Bitte, die von ihm verfasste Sammlung schottischer Lieder, in ein zeitgemäßes Arrangement für anspruchsvolle Hausmusik auf dem Kontinent zu verfassen.
In den Jahren 1809 bis 1820 komponiert Beethoven Neufassungen von 47 schottischen Melodien. Die berühmtesten schottischen Dichter ihrer Zeit, Robert Burns und Sir Walter Scott schrieben zu den Arrangements Beethovens anschließend neue Texte.
Jedoch bald schon wurde Beethoven stutzig, denn er verstand nicht, wie die englischen Gedichte und die Musik zusammenpassen sollten.
Im Jahr 1853 veröffentlichte Karl Marx einen Artikel über die „Duchess of Sutherland und die Sklaverei“. Er hatte herausgefunden, dass der Reichtum der Highland Clanchefin in den von 1806-1820 durchgeführten Clearances erworben worden war, jener flächendeckenden Vertreibung der ehemaligen, bäuerischen Clanmitglieder vom Land der Chiefs zur Nutzung der Fläche für Schafszucht.
Nach unserem Projekt „St. Kilda – Insel der Vogelmenschen“ steigen wir wieder ein in das Schicksal eines kleinen Volkes am Rande Europas. Wir untersuchen die Folgen der unterdrückten gälischen Kultur, der Kommerzialisierung von Kunst und dem Zerbrechen des Gemeinschaftssinns durch den Zerfall der Clanstrukturen. Das Beispiel der Sutherlands wurde für Karl Marx zum Sinnbild für Gewinner und Verlierer der neuen Produktionsmethoden.
 

03.07.2019 bis 24.07.2019
10:24 Uhr

Recherche in Schottland


Ludwig Mòr Nan Òran - der große Ludwig der Lieder

Konzept/Idee/wissenschaftliche Recherche: Michael Klevenhaus
Komposition: Ludwig Van Beethoven, div. gälische Liedermacher, David P. Graham
Texte: Michael Klevenhaus, Karl Marx, div. Autoren
Regie: Annette Bieker, Frank Schulz
Ausstattung: Jan Kocman
Film: BBC, Regie: Friedrich Moser
Animation: Mediale Kunst: 686 Gallery
Musiker*innen: TrioVanBeethoven, AT: Franz Ortner, Verena von Stourzh, Clemens Zeilinger
            Lorna Anderson, GB (Sopran), Jamie MacDougall, GB (Tenor)
Ensemble Òran is Pìob: Allan MacDonald, Thomas Zöller (Dudelsack)
            Màiri MacInnes, Michael Klevenhaus (Gesang)